Karriereseite erstellen: Aufbau, Beispiele und Checkliste

Bevor sich jemand bei dir bewirbt, schaut er auf deine Website. Hier erfährst du, was auf eine Karriereseite gehört und wie deine Stellen in Google Jobs erscheinen, gedacht für Handwerk, Praxen und Salons.

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Die Kurzantwort

Eine Karriereseite stellt deinen Betrieb als Arbeitgeber vor und zeigt die offenen Stellen. Für kleine Betriebe reicht eine Seite mit Team, Arbeitsalltag, Vorteilen, Stellen und kurzem Weg zur Bewerbung. Jede Stelle bekommt eine eigene Unterseite, damit Google Jobs sie zeigen kann.

  • Echte Fotos von Team und Arbeitsplatz überzeugen mehr als schöne Worte.
  • Die Bewerbung sollte auch am Handy in wenigen Minuten gehen.
  • Besetzte Stellen sofort herausnehmen, offene aktuell halten.

Eine Karriereseite stellt deinen Betrieb als Arbeitgeber vor

Die übrige Website spricht Kunden an, die Karriereseite künftige Mitarbeiter. Sie beantwortet, was man vor einer Bewerbung wissen will: Wie ist das Team, wie sieht ein Arbeitstag aus, was verdiene ich?

Eine Anzeige auf einer Jobbörse ist nach ein paar Wochen weg. Die Karriereseite bleibt und gehört dir, und dort entscheidet sich oft, ob jemand die Bewerbung abschickt.

Diese Inhalte gehören auf eine Karriereseite, in dieser Reihenfolge

Ordne die Seite nach den Fragen der Bewerber, wie jede Seite deiner Website (mehr im Ratgeber Was gehört auf eine Website?). Ins Hauptmenü kommt sie als „Karriere“ oder „Jobs“.

  • Offene Stellen: Titel, Arbeitszeit, Ort und Beginn, jede mit eigener Unterseite. Sonst: Initiativbewerbungen willkommen.
  • Team und Betrieb: Fotos mit Vornamen, ein paar Sätze zum Betrieb.
  • Ein normaler Arbeitstag: Beginn, Aufgaben, Werkzeug oder Geräte.
  • Was du bietest: Arbeitszeiten, Urlaub, Gehalt oder Spanne, Weiterbildung.
  • Ausbildung: Ablauf, Berufsschule, wer betreut.
  • Bewerbung und Ansprechperson: wie es abläuft, dazu Foto, Telefonnummer und E-Mail. Viele rufen lieber erst an.
„Gutes Betriebsklima“ sagt wenig. „Feierabend um 16 Uhr, freitags um 13 Uhr“ sagt viel.
Eine Karriereseite von oben nach untenBeispiel
  1. Überschrift und echtes FotoWen sucht ihr?
  2. Offene Stellen, je mit eigener SeiteIst etwas für mich dabei?
  3. Team und BetriebMit wem arbeite ich?
  4. Was du bietestWas habe ich davon?
  5. Ablauf der BewerbungWie aufwendig ist das?
  6. Ansprechperson und KnopfWen kann ich fragen?
Jetzt bewerbenam Handy in wenigen Minuten
Jeder Abschnitt beantwortet die nächste Frage der Bewerber.

Drei Beispiele aus kleinen Betrieben

Ausgedacht, aber typisch: Je nach Branche liegt der Schwerpunkt woanders.

  • Ein Elektrobetrieb sucht Gesellen und Azubis. Teamfoto vor dem Firmenwagen, Einsatzgebiet ohne Übernachtungen, ein Formular mit drei Feldern. Mehr unter Website für Handwerker.
  • Eine Hausarztpraxis sucht eine medizinische Fachangestellte. Vorne stehen Schichten, Teilzeit und die Aufgaben am Empfang und im Labor. Mehr unter Website für Arztpraxen und Website für Zahnarztpraxen.
  • Ein Friseursalon sucht eine Auszubildende. Bilder aus dem Salon zeigen, was man lernt. Beworben wird per Nachricht aufs Handy, weil Schulabgänger selten E-Mails schreiben. Mehr unter Website für Friseure.

Bewerber wollen den echten Arbeitsplatz sehen, und sie finden deine Stelle oft nebenbei am Handy.

Ein Handwerker an seiner Werkbank in einer hellen Werkstatt.
Echter Arbeitsplatz
Eine junge Frau schaut im Straßencafé auf ihr Handy.
Am Handy in der Pause

Eine kurze Bewerbung bringt mehr Bewerbungen

Viele Fachkräfte suchen nicht aktiv. Müssen sie erst ein Anschreiben und eine Mappe als PDF zusammenstellen, verschieben sie es, oft für immer.

Besser ist ein kurzes Formular: Name, Telefonnummer, Stelle und ein freies Feld. Lebenslauf und Zeugnisse sind freiwillig, den Rest klärst du am Telefon.

Danach zählt Tempo: Antworte in wenigen Tagen und schreib auf die Seite, wann sich jemand meldet.

Das Formular gehört in deine Datenschutzerklärung. Die Daten löschst du, wenn das Verfahren abgeschlossen ist.

So erscheinen deine Stellen in Google Jobs

Wer bei Google nach einer Stelle sucht, sieht oft einen Kasten mit Jobs aus der Umgebung. Dort landen Stellen mit einem unsichtbaren Zusatz im Code namens JobPosting. Er nennt Google dieselben Angaben, die Bewerber lesen: Titel, Betrieb, Ort, Art der Anstellung, Datum und auf Wunsch das Gehalt.

Dabei gelten drei Regeln:

  • Jede Stelle braucht eine eigene Seite, eine Übersicht reicht nicht.
  • Alles im Zusatz muss auch sichtbar auf der Seite stehen.
  • Ist die Stelle besetzt, nimm die Seite oder den Zusatz heraus.

Eine Garantie gibt es nicht. Prüfen kannst du den Zusatz kostenlos mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google.

Von deiner Stellenseite zu Google JobsBeispiel

Eigene Seite der Stelle

Titel
Elektroniker (m/w/d)
Betrieb
Elektro Beispiel
Arbeitsort
Beispielstadt
Anstellung
Vollzeit
Veröffentlicht
vor 2 Tagen
Gehalt
auf Wunsch

+ unsichtbarer Zusatz „JobPosting“ im Code

In der Google-Suche

elektroniker jobs in der nähe
  • Elektroniker (m/w/d)Elektro Beispiel · BeispielstadtVollzeit · vor 2 Tagen
  • Elektroniker für GebäudetechnikAnderer Betrieb · vor 1 Woche
  • Elektriker (m/w/d)Personaldienst · vor 3 Wochen
Aus den Angaben deiner Stellenseite wird ein Eintrag in Google Jobs.

Was eine Karriereseite kostet, hängt vom Weg ab

Die Karriereseite ist eine normale Unterseite. Die Kosten hängen davon ab, wie du deine Website betreibst.

Weg

Was es kostet

Baukasten

vor allem deine Zeit für Texte und Fotos

Webdesigner

wie jede Unterseite; frag, ob Texte und JobPosting dabei sind

Programm für Stellen und Bewerbungen

monatliche Gebühr, lohnt sich bei laufend mehreren Stellen

Jobbörse

je Anzeige und Laufzeit, am besten mit Link auf deine Karriereseite

Mehr dazu: Was kostet eine Website? und, mit festen Preisen je Seite, Website erstellen lassen.

Checkliste für deine Karriereseite

Darin stecken auch die Fehler, die Bewerber am häufigsten abschrecken.

  • Die Seite steht im Hauptmenü.
  • Jede Stelle steht als Text auf eigener Seite, nicht nur als PDF.
  • Der Titel enthält „(m/w/d)“, das Gleichbehandlungsgesetz verlangt neutrale Anzeigen.
  • Konkrete Vorteile statt Floskeln wie „dynamisches Team“.
  • Echte Fotos von Team und Arbeitsplatz, keine aus der Bilddatenbank.
  • Eine Ansprechperson mit Foto, Telefonnummer und E-Mail.
  • Bewerbung am Handy in wenigen Minuten, Lebenslauf freiwillig.
  • Angabe, wann sich jemand meldet.
  • JobPosting-Zusatz, geprüft mit dem Test von Google.
  • Formular in der Datenschutzerklärung.
  • Besetzte Stellen sofort raus, alte Anzeigen wirken verwaist.

Häufige Fragen zur Karriereseite

Braucht ein kleiner Betrieb eine eigene Karriereseite?

Wenn du regelmäßig Leute suchst oder ausbildest, ja. Eine gut gemachte Seite reicht.

Karriereseite oder Jobbörse?

Beides ergänzt sich. Die Jobbörse bringt für eine Zeit Reichweite, die Karriereseite bleibt und gehört dir. Verlinke deine Anzeigen am besten auf sie.

Wie oft muss ich die Karriereseite pflegen?

Immer, wenn sich eine Stelle oder das Team ändert: neue Stellen sofort rein, besetzte sofort raus.

Deine Karriereseite als Teil der Website

Bei Simplexo ist die Karriereseite eine kleine Seite zum Festpreis, mit Texten und Bewerbungsformular. Im Website-Plan siehst du, was deine Website mit Karriereseite kostet.

Im Erstgespräch sprichst du direkt mit Sven, deinem Ansprechpartner in Nürnberg.