Webdesigner finden: So wählst du den passenden aus
Webdesigner gibt es viele, und von außen wirken die meisten Angebote ähnlich. Hier liest du, wo du suchst, wie du Arbeiten und Bewertungen prüfst und welche Fragen du jedem Anbieter stellst, bevor du unterschreibst.
Sven Schusteraktualisiert am
Die Kurzantwort
Such dir zwei oder drei Anbieter über Empfehlungen, Google Maps oder Verzeichnisse und stell allen dieselben Fragen. Lass dir Preis, laufende Kosten, Laufzeit und den Inhaber der Domain schriftlich geben. Schau dir Arbeiten an, die du selbst aufrufen kannst. Ob Freelancer, Agentur oder jemand aus deiner Region besser passt, entscheidet dein Vorhaben.
- Arbeiten live und auf dem Handy öffnen, nicht nur Bilder ansehen.
- Die Domain gehört auf deinen Namen.
- Eine Garantie für Platz 1 bei Google ist ein Grund nachzufragen.
Wo du einen Webdesigner findest
„Webdesigner“ ist in Deutschland kein geschützter Beruf. Jeder darf sich so nennen, vom Einsteiger bis zum Team mit langjähriger Erfahrung. Darum ist nicht entscheidend, wo du jemanden findest, sondern wie gut er deine Fragen beantwortet. Diese Wege sind üblich:
- Empfehlungen aus deinem Umfeld. Frag andere Betriebe, Bekannte oder deinen Steuerberater, mit wem sie zufrieden sind. Du hörst gleich, wie die Zusammenarbeit lief und ob es nach dem Start noch Hilfe gab.
- Websites, die dir gefallen. Unten auf vielen Websites steht, wer sie gebaut hat. Steht dort nichts, frag den Betrieb einfach. Viele geben gern Auskunft.
- Google und Google Maps. Eine Suche nach „Webdesigner“ und deinem Ort zeigt Anbieter mit Anschrift, Bewertungen und Fotos. Gut, um eine erste Liste zu bekommen.
- Verzeichnisse und Plattformen. Dort beschreibst du dein Vorhaben und bekommst Angebote, oder du suchst nach Profilen. Das geht schnell, die Angebote sind aber oft schwer vergleichbar, weil jeder etwas anderes anbietet.
- Agenturen direkt. Wenn du von Anfang an mehrere Fachleute brauchst, etwa für Logo, Fotos und Werbung, lohnt der direkte Weg zu einer Agentur.
Am Ende brauchst du zwei oder drei Anbieter, mit denen du sprichst. Mehr kostet viel Zeit, weniger macht den Vergleich schwer.
Freelancer, Agentur oder Baukasten: was zu deinem Vorhaben passt
Ein Freelancer ist eine Einzelperson, eine Agentur ein Team. Ob das eine günstiger oder besser ist als das andere, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Spanne innerhalb beider Gruppen ist groß. Hilfreicher ist die Frage, was du vorhast:
Dein Vorhaben | Passt oft | Worauf du achtest |
|---|---|---|
Eine kleine Website mit wenigen Seiten, du hast Zeit und Freude daran, sie selbst zu bauen | Baukasten | Texte, Fotos und Pflege liegen bei dir. Rechne deine eigenen Stunden mit ein |
Eine Website mit mehreren Seiten, die Anfragen bringen und bei Google gefunden werden soll | Freelancer oder kleine Agentur | Wer schreibt die Texte, und wer hilft dir nach dem Start? |
Ein Shop mit vielen Produkten oder eine Anbindung an deine Warenwirtschaft | Anbieter mit Erfahrung genau darin, oft eine Agentur | Lass dir vergleichbare Shops zeigen, die schon laufen |
Website, Logo, Fotos und Werbung aus einer Hand | Agentur mit mehreren Fachleuten | Wer ist dein fester Ansprechpartner, und wer baut tatsächlich? |
Ob ein Baukasten für dich reicht, klärt der Ratgeber Website selbst erstellen oder erstellen lassen? ausführlich.
Einzelperson oder Team
Bei einer Einzelperson sprichst du meist direkt mit dem, der deine Website baut. Wege sind kurz, Rückfragen schnell geklärt. Die offene Frage ist, was passiert, wenn diese Person krank wird oder Urlaub hat. Bei einem Team gibt es leichter eine Vertretung, dafür sprichst du manchmal mit jemandem, der Wünsche nur weitergibt. Beides lässt sich mit einer Frage klären: Wer ist mein Ansprechpartner, und wer übernimmt, wenn er ausfällt?
Aus deiner Region oder aus der Ferne
Ein Anbieter aus deiner Nähe kann zu dir in den Betrieb kommen, Fotos vor Ort machen und kennt die Gegend, in der deine Kunden suchen. Das hilft, ist aber keine Pflicht. Gespräche, Entwürfe und Abstimmungen lassen sich gut über Telefon, Video und E-Mail führen, auch wenn beide in derselben Stadt sitzen.
Ist dir die Nähe wichtig, prüf sie. Geschäftsmäßige Websites brauchen nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz ein Impressum mit Anschrift. Dort siehst du, wo ein Anbieter wirklich sitzt. Ein Google-Unternehmensprofil mit Anschrift und Bewertungen aus der Gegend ist ein zweiter Hinweis.
Suchst du zum Beispiel in Nürnberg, Fürth oder Erlangen, zeigt dir Google Maps bei „Webdesigner“ und dem Ortsnamen Anbieter aus der Umgebung. Ob jemand vor Ort sitzt oder nur für den Ort wirbt, erkennst du an der Anschrift im Impressum.
Bevor du anfragst: drei Dinge klären
Mit ein paar Antworten im Kopf bekommst du Angebote, die du wirklich vergleichen kannst. Es reichen Stichpunkte:
- Was soll die Website erreichen? Mehr Anrufe, Terminbuchungen, Bewerbungen oder einfach ein guter erster Eindruck. Ein klares Ziel macht den Umfang klar.
- Was wollen deine Kunden wissen, bevor sie sich melden? Denk an die Fragen, die du am Telefon immer wieder beantwortest. Genau die gehören auf die Website.
- Was hast du schon? Logo, Fotos, Texte, eine Domain oder eine alte Website. Schreib auch dazu, was fehlt.
Wenn du magst, nenn dazu einen groben Rahmen für dein Budget und einen Wunschtermin. Welche Seiten und Angaben eine Website braucht, steht im Ratgeber Was gehört auf eine Website?
Achte im ersten Gespräch darauf, was der Anbieter dich fragt. Wer zuerst wissen will, wer deine Kunden sind und was sie vor dem Anruf brauchen, denkt an dein Ergebnis. Bei einem Friseursalon kann das die Frage nach Online-Terminen sein, bei einem Handwerksbetrieb die nach dem Einzugsgebiet. Wer nur über Farben und Technik spricht, denkt eher an die Gestaltung.
Arbeiten und Bewertungen prüfen
Fast jeder Anbieter zeigt Beispiele. Mit ein paar Handgriffen siehst du, was dahintersteckt:
- Live aufrufen. Gute Beispiele haben einen Namen, einen Ort und eine Adresse, die du selbst öffnen kannst. Bilder allein zeigen nur die Gestaltung.
- Auf dem Handy öffnen. Viele Besucher kommen über das Handy. Lässt sich alles gut lesen, findest du Telefonnummer und Kontakt schnell?
- Die Ladezeit messen. PageSpeed Insights ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie schnell eine Seite lädt. Die Werte schwanken, als grober Eindruck reichen sie.
- Die Website des Anbieters selbst ansehen. Ist sie klar, aktuell und verständlich? Sie zeigt, wie er arbeitet, wenn ihm niemand reinredet.
- Einen Kunden fragen. Ruf einen Betrieb aus den Beispielen an oder schreib ihm. Frag, wie die Zusammenarbeit war und ob es nach dem Start noch Hilfe gab.
Bewertungen richtig lesen
Bewertungen bei Google sind ein guter Hinweis, wenn sie konkret sind. Hilfreich sind Texte, die erzählen, was gut lief, etwa schnelle Antworten oder Hilfe nach dem Start. Vorsicht ist angebracht, wenn viele Bewertungen in kurzer Zeit kamen, fast nur Sterne ohne Text da sind oder alle Texte gleich allgemein klingen. Schau auch, wie ein Anbieter auf Kritik antwortet. Ruhig und sachlich ist ein gutes Zeichen.
Wer hinter dem Angebot steht
Im Impressum stehen Name, Anschrift und bei Firmen die Rechtsform. Ist ein Unternehmen im Handelsregister eingetragen, findest du es im Unternehmensregister. Für Einzelunternehmer gibt es dort oft keinen Eintrag, das ist normal.

Zehn Fragen, die du jedem Anbieter stellst
Stell allen Anbietern dieselben Fragen und lass dir die wichtigsten Antworten schriftlich geben, am besten im Angebot. Zu jeder Frage steht hier, woran du eine klare Antwort erkennst.
1. Was kostet die Website insgesamt, und was ist drin?
Eine klare Antwort ist ein fester Betrag vor dem Start, mit einer Liste der Seiten und Leistungen. Dazu gehört, was nicht drin ist und extra kostet, etwa Texte, Fotos oder weitere Seiten. Bei Abrechnung nach Stunden frag nach einer Obergrenze. Welche Preisspannen üblich sind, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website?
2. Welche Kosten kommen jeden Monat oder jedes Jahr dazu?
Speicherplatz, Domain, Updates und Hilfe bei Problemen kosten fast immer laufend Geld. Eine klare Antwort nennt jeden Posten mit Betrag, die Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist. Was üblich ist, steht in Was kostet eine Website im Monat?
3. Auf wen wird meine Domain eingetragen?
Die klare Antwort lautet: auf dich oder deinen Betrieb. Dann kannst du sie bei einem Wechsel mitnehmen. Wie du das selbst prüfst, steht in Wem gehört die Website?
4. Wer schreibt die Texte, und woher kommen die Fotos?
Viele Angebote gehen davon aus, dass du die Texte lieferst. Das ist in Ordnung, wenn du es weißt, denn Texte schreiben dauert oft länger als gedacht. Eine klare Antwort sagt, wer schreibt, wer prüft und was es kostet. Bei Fotos frag, ob sie von dir kommen, aus einer Bilddatenbank oder von einem Fotografen, und ob du sie später weiter nutzen darfst.
5. Wer baut die Website, und wer ist mein Ansprechpartner?
Eine klare Antwort nennt Namen und sagt, wer übernimmt, wenn dein Ansprechpartner länger ausfällt. Gibt ein Anbieter Arbeiten an andere weiter, ist das nicht schlimm, solange er es offen sagt und du weißt, wen du bei Fragen erreichst.
6. Wie läuft das Projekt ab, und wie lange dauert es?
Eine klare Antwort beschreibt die Schritte, sagt, was du bis wann liefern musst, und wie viele Korrekturrunden enthalten sind. Mit welcher Dauer du rechnen kannst, steht in Wie lange dauert eine Website?
7. Kann ich später selbst etwas ändern, und was kostet eine Änderung?
Manche Anbieter geben dir einen Zugang, andere erledigen Änderungen für dich. Beides ist in Ordnung. Eine klare Antwort sagt, was eine neue Öffnungszeit oder ein neuer Text kostet, ob kleine Änderungen schon im Monatsbetrag enthalten sind und wie schnell die Änderung online ist.
8. Was passiert nach dem Start?
Eine Website braucht auch danach Pflege: Updates, Sicherungen und jemanden, der hilft, wenn etwas nicht funktioniert. Eine klare Antwort sagt, was im Monatsbetrag enthalten ist, wie du Hilfe anforderst und in welcher Zeit du in der Regel eine Antwort bekommst.
9. Wer kümmert sich um Impressum und Datenschutzerklärung?
Viele Anbieter richten beides mit ein, oft mit Hilfe von Vorlagen. Verantwortlich für die Angaben bleibst du als Betreiber der Website. Eine klare Antwort sagt, ob die Texte aus einem Generator oder einer Vorlage kommen, wer sie bei Änderungen an der Website anpasst und was du selbst prüfen musst.
10. Was bekomme ich, wenn ich später wechseln will?
Eine klare Antwort sagt, welche Zugänge du bekommst, ob du bei einer Kündigung den Code für den Umzug der Domain erhältst und was mit der Website selbst passiert. Bei manchen Systemen lässt sich eine Website nicht ohne Weiteres zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Das ist kein Grund zur Absage, wenn es offen gesagt wird.
Abo oder einmal kaufen
Manche Anbieter verlangen einen festen Betrag für die Erstellung und dazu laufende Kosten für den Betrieb. Andere bieten die Website als Abo an: wenig oder nichts zum Start, dafür ein höherer Monatsbetrag. Beide Modelle sind legitim. Sie lassen sich nur schwer vergleichen, wenn du allein auf den Startpreis schaust. Rechne deshalb beide Angebote über denselben Zeitraum zusammen, inklusive aller Monatsbeträge. Wie so eine Rechnung aussieht, zeigt der Ratgeber Website mieten oder kaufen?
So vergleichst du fair:
- Rechne für jedes Angebot zusammen, was du in den ersten zwei Jahren insgesamt zahlst: Einmalbetrag plus alle Monats- und Jahresbeträge. Bei Abos rechne auch drei Jahre durch.
- Frag nach der Mindestlaufzeit, der Kündigungsfrist und ob sich der Vertrag von selbst verlängert.
- Frag, was nach einer Kündigung passiert: Bleibt die Website online, bekommst du Inhalte oder Dateien, und was ist mit der Domain?
Warnsignale: wann du genauer nachfragen solltest
Keins dieser Zeichen heißt, dass ein Anbieter unseriös ist. Oft steckt nur eine ungenaue Formulierung dahinter. Es ist aber ein guter Grund, nachzufragen und sich die Antwort schriftlich geben zu lassen.
- Im Angebot fehlen Laufzeit oder Kündigungsfrist. Dann weißt du nicht, wie lange du zahlst.
- Die Domain soll auf den Anbieter laufen. Frag, warum, und bitte um eine Eintragung auf deinen Namen.
- Einen Preis gibt es erst nach dem Start. Bei Arbeit nach Aufwand ist eine Schätzung mit Obergrenze üblich.
- Beispiele haben keinen Namen oder lassen sich nicht aufrufen. Frag nach Arbeiten, die du selbst öffnen kannst.
- Dir wird Platz 1 bei Google garantiert. Google schreibt selbst: „Niemand kann Ihnen eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren.“
- Du sollst schnell unterschreiben. Ein Rabatt, der nur heute gilt, lässt dir keine Zeit zum Vergleichen.
- Die Fragen nach Wechsel und Vertretung bleiben unbeantwortet. Eine ehrliche Antwort darf auch unbequem sein, ausweichen sollte sie nicht.
Angebote vergleichen und entscheiden
Leg die Antworten nebeneinander, am einfachsten in einer Tabelle auf Papier oder am Rechner. Diese Spalten reichen für die meisten Vergleiche:
Was du vergleichst | Warum |
|---|---|
Einmalbetrag | Zeigt den Startpreis |
Kosten in den ersten zwei Jahren insgesamt | Macht Abo und Kauf vergleichbar |
Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist | Zeigt, wie lange du gebunden bist |
Inhaber der Domain | Entscheidet, ob du sie mitnehmen kannst |
Texte und Fotos | Zeigt, wie viel Arbeit bei dir bleibt |
Ansprechpartner und Vertretung | Zeigt, wen du nach dem Start erreichst |
Das günstigste Angebot ist nicht automatisch das beste, das teuerste auch nicht. Zähl auch dein Gefühl aus dem Gespräch mit: Hat dir jemand verständlich erklärt, was du bekommst? Hat er nachgefragt, statt nur zu versprechen? Mit wem kannst du dir vorstellen, auch in zwei Jahren noch zu sprechen? Wer deine Fragen klar und schriftlich beantwortet, passt meist auch in der Zusammenarbeit.
Dieser Artikel gibt einen Überblick und ist keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu einem konkreten Vertrag hilft eine Fachperson für Recht. Stand der Angaben: Oktober 2026.
Häufige Fragen zur Suche nach einem Webdesigner
Wer ist der beste Webdesigner?
Eine Rangliste gibt es nicht, und jedes Vorhaben braucht etwas anderes. Der passende Webdesigner ist der, der deine Fragen klar beantwortet, Arbeiten zeigt, die du selbst aufrufen kannst, und dein Ziel versteht.
Muss der Webdesigner aus meiner Stadt kommen?
Nein. Das meiste läuft über Telefon, Video und E-Mail. Nähe hilft, wenn Fotos vor Ort entstehen sollen oder dir persönliche Treffen wichtig sind. Wo ein Anbieter sitzt, siehst du im Impressum.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Zwei oder drei reichen meist. Stell allen dieselben Fragen, dann kannst du die Antworten direkt vergleichen.
Was kostet ein Webdesigner ungefähr?
Das hängt vor allem vom Umfang ab, also wie viele Seiten die Website hat, wer die Texte schreibt und was sie können soll. Für eine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten verlangen Freelancer meist etwa tausend bis fünftausend Euro, Agenturen etwa zweitausend bis zwölftausend Euro. Spannen und Beispiele findest du im Ratgeber „Was kostet eine Website?“.
Kann ich den Webdesigner später wechseln?
Meist ja, wie leicht das geht, hängt von der Vereinbarung ab. Läuft die Domain auf deinen Namen und hast du deine Zugänge, ist ein Wechsel deutlich einfacher. Frag vorher, was du bei einer Kündigung bekommst.
Stell diese Fragen auch im Erstgespräch
Wie Preise, Betrieb und Ablauf bei Simplexo geregelt sind, kannst du vorab nachlesen. Alle übrigen Fragen aus dieser Liste stellst du im kostenlosen Erstgespräch direkt an Sven.
