Website mieten oder kaufen?

Miete, Abo, Baukasten oder Kauf: Hinter jedem Weg steckt ein anderes Bezahlmodell. Hier siehst du, was in einer Monatsrate steckt, wie du die Kosten über mehrere Jahre fair vergleichst und was dir am Ende gehört.

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Die Kurzantwort

Beim Mieten zahlst du jeden Monat einen festen Betrag, meist mit 12 oder 24 Monaten Mindestlaufzeit, und nutzt die Website, solange du zahlst. Beim Kauf zahlst du die Erstellung einmal und danach laufend für Speicherplatz und Pflege. Eine günstige Miete ist oft auf Jahre billiger, bietet aber meist weniger Umfang. Bei einer höheren Rate kann ein Kauf den Unterschied nach rund zwei Jahren einholen, im Rechenbeispiel unten nach 28 Monaten. Wann genau, rechnest du mit deinen eigenen Angeboten nach. Entscheidend ist außerdem, was dir am Ende gehört und wie leicht du wieder herauskommst.

  • Prüfe, was in der Rate steckt und wie lange du gebunden bist.
  • Rechne jeden Weg auf drei und fünf Jahre hoch, netto mit netto.
  • Kläre vor der Unterschrift, was dir nach der Kündigung bleibt.

Miete, Abo oder Kauf: was die Begriffe bedeuten

Website mieten und Website im Abo meinen dasselbe: Ein Anbieter baut dir eine Website und stellt sie dir gegen eine monatliche Rate zur Verfügung. In der Rate stecken die Erstellung und der laufende Betrieb. Du zahlst vorab wenig oder nichts, bist dafür aber meist für eine feste Zeit gebunden.

Nicht gemeint ist das Mieten von Speicherplatz im Internet, oft Webhosting genannt. Den brauchst du auf jedem Weg, er ist aber nur ein Teil der Website.

Grob gibt es vier Wege zu einer Website:

  • Miete beim Anbieter. Erstellung und Betrieb stecken in einer Monatsrate, meist mit Mindestlaufzeit.
  • Kauf, selbst betrieben. Du zahlst die Erstellung einmal, etwa bei einer Agentur oder einem Freelancer. Um Speicherplatz, Updates und Sicherungen kümmerst du dich danach selbst.
  • Baukasten. Du baust die Website selbst und zahlst eine Gebühr an den Anbieter des Baukastens. Genau genommen ist auch das eine Miete, denn die Website läuft nur, solange du zahlst.
  • Kauf plus laufender Betrieb. Du zahlst die Erstellung einmal und dazu einen festen Monatsbetrag, für den sich derselbe Anbieter um Speicherplatz, Updates und Sicherungen kümmert.

Ob du selbst bauen oder bauen lassen solltest, klärt der Ratgeber Website selbst erstellen oder erstellen lassen? Hier geht es darum, wie du bezahlst und was daraus folgt.

Was in einer Monatsrate meist steckt und was nicht

Eine Mietrate wirkt übersichtlich, weil alles in einem Betrag steckt. Was genau dazugehört, unterscheidet sich aber stark. Diese Posten nennen die meisten Anbieter:

  • die Erstellung der Website, nach einer Vorlage oder mit eigener Gestaltung
  • Speicherplatz im Internet und das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung
  • die Domain, also deine Adresse wie dein-betrieb.de, manchmal auch E-Mail-Postfächer
  • Updates und regelmäßige Sicherungen
  • kleine Änderungen, oft begrenzt auf eine bestimmte Zahl im Monat oder im Jahr

Oft nicht in der Rate stecken diese Punkte:

  • Texte und Fotos, die musst du häufig selbst liefern
  • mehr Seiten, als der Tarif vorsieht
  • weitere Sprachen, ein Shop oder Anbindungen wie eine Terminbuchung
  • eine neue Gestaltung, wenn dir die alte nicht mehr gefällt
  • Anpassungen, wenn neue gesetzliche Pflichten kommen, etwa beim Datenschutz

Lass dir für jeden Punkt schriftlich bestätigen, ob er enthalten ist. Nur dann kannst du zwei Angebote wirklich vergleichen.

Die vier Wege im Vergleich

Eine unabhängige Preisübersicht für gemietete Websites ließ sich nicht finden. Die Spannen für die Miete stammen aus den Preisangaben von Anbietern, die im Oktober 2026 bei Google für „Website mieten“ und „Website Abo“ vorne standen. Die Werte für Kauf und Baukasten kommen aus den Ratgebern Was kostet eine Website? und Was kostet eine Website im Monat?

Weg

Zum Start, in Euro

Laufend, in Euro

Bindung

Am Ende gehört dir

Miete

meist 0 bis rund 300 Einrichtung

meist rund 30 bis 250 netto im Monat, manche verlangen mehr

meist 12 oder 24 Monate, danach oft automatische Verlängerung

eigene Inhalte, die Domain, wenn sie auf dich eingetragen ist, je nach Vertrag auch die Website

Kauf, selbst betrieben

für fünf bis zehn Seiten beim Freelancer rund 1.000 bis 5.000, bei einer Agentur rund 2.000 bis 12.000, mit nur einer Seite oft weniger

Speicherplatz und Domain rund 50 bis 230 im Jahr, Updates und Sicherungen machst du selbst

für die Erstellung keine, beim Speicherplatz die Laufzeit des Tarifs

je nach Vertrag die Website samt Nutzungsrechten

Baukasten

meist nichts

meist 100 bis 200 im Jahr, ab dem zweiten Jahr oft mehr

je nach Tarif monatlich oder jährlich

eigene Inhalte und die Domain, wenn sie auf dich eingetragen ist. Die Website selbst läuft nur beim Anbieter

Kauf plus laufender Betrieb

wie beim Kauf, für fünf bis zehn Seiten beim Freelancer rund 1.000 bis 5.000, bei einer Agentur rund 2.000 bis 12.000

laut Anbieterseiten meist 20 bis 150 netto im Monat, für Shops auch mehr; kleine Änderungen je nach Paket enthalten oder einzeln

für den Betrieb je nach Vertrag

die Website, deine Domain und deine Inhalte. Ob jemand anderes sie weiterführen kann, hängt von der Technik ab

Auch die Arbeit, die bei dir bleibt, unterscheidet sich. Beim Baukasten machst du alles selbst. Bei Miete und bei Kauf plus Betrieb kümmert sich jemand um die Technik. Beim selbst betriebenen Kauf musst du Updates und Sicherungen selbst im Blick behalten.

So rechnest du die Kosten über drei und fünf Jahre

Ein Monatsbetrag wirkt klein, ein Einmalpreis groß. Vergleichen kannst du beides erst, wenn du alles auf denselben Zeitraum hochrechnest. Die Formel ist auf jedem Weg gleich:

Startkosten plus Monatskosten mal Anzahl der Monate plus alles, was im Angebot fehlt.

Rechne dabei durchgehend netto oder durchgehend brutto. Beim Baukasten rechnest du mit dem Preis ab dem zweiten Jahr, nicht mit dem Einstiegsangebot.

Ein Beispiel mit Werten aus den Spannen oben. Die Zahlen sind angenommen und zeigen, wie sich die Wege verhalten. Ein echtes Angebot ersetzen sie nicht.

Weg

Annahme in Euro, netto

nach 3 Jahren in Euro

nach 5 Jahren in Euro

Günstige Miete

50 im Monat, keine Einrichtung

1.800

3.000

Umfangreiche Miete

150 im Monat, 200 Einrichtung

5.600

9.200

Kauf, selbst betrieben

3.000 Erstellung, 100 im Jahr für Speicherplatz und Domain

3.300

3.500

Kauf plus Betrieb

3.000 Erstellung, 50 im Monat für die Technik

4.800

6.000

Baukasten

150 im Jahr

450

750

Die Tabelle zeigt: Eine günstige Miete ist oft auch über Jahre günstiger als ein Kauf, im Beispiel sogar nach fünf Jahren. Eine günstige Rate bedeutet aber meist weniger Umfang oder eine Vorlage. Vergleiche deshalb nur Angebote mit gleichem Umfang. Der Baukasten kostet am wenigsten Geld, aber die meiste eigene Zeit, denn Aufbau, Texte und Bilder machst du selbst. Beim selbst betriebenen Kauf steckt deine Zeit in Updates und Sicherungen.

Ab wann sich der Kauf rechnet

Mit einer einfachen Rechnung findest du den Punkt, ab dem ein Kauf günstiger wird: Teile den Unterschied bei den Startkosten durch den Unterschied bei den Monatskosten. Im Beispiel liegt der Kauf plus Betrieb zum Start um 2.800 über der umfangreichen Miete, danach aber jeden Monat um 100 darunter (alle Werte in Euro). 2.800 geteilt durch 100 ergibt 28: Nach 28 Monaten hast du den Unterschied eingeholt. Nutzt du die Website länger, ist der Kauf günstiger. Ist die Rate nicht höher als die laufenden Kosten beim Kauf, holt der Kauf den Unterschied nie ein.

Denk auch an später: Wenn du nach einigen Jahren eine neue Gestaltung willst, zahlst du beim Kauf den Neuaufbau extra. Frag bei der Miete nach, ob er in der Rate steckt oder ebenfalls extra kostet.

Kosten über fünf Jahre im RechenbeispielEuro, netto
  • Umfangreiche Miete9.200
  • Kauf plus Betrieb6.000
  • Kauf, selbst betrieben3.500
  • Günstige Miete3.000
  • Baukasten750

Nach 28 Monaten hat der Kauf plus Betrieb den Unterschied zur umfangreichen Miete eingeholt. Nutzt du die Website länger, ist der Kauf günstiger.

So entwickeln sich die fünf Wege aus der Tabelle über fünf Jahre. Die Zahlen sind angenommen und ersetzen kein echtes Angebot.

Was dir gehört und was nach der Kündigung bleibt

Eine Website besteht aus mehreren Teilen, die verschiedenen Leuten gehören können: die Domain, deine Inhalte, die Gestaltung mit der Technik dahinter und der Speicherplatz. Ausführlich erklärt das der Ratgeber Wem gehört die Website?

Bei der Miete gilt meist: Texte, Fotos und Logo, die du selbst geliefert hast, bleiben deine. Gestaltung und Technik gehören dem Anbieter. Bei manchen Verträgen darfst du sie nur nutzen, solange der Vertrag läuft. Das gilt manchmal auch für Fotos, die der Anbieter beigesteuert hat.

Was beim Ende passiert, regeln die Anbieter sehr verschieden. Unter den Angeboten, die im Oktober 2026 bei Google vorne standen, fanden sich diese Modelle:

  • Die Website geht nach der Mindestlaufzeit ohne Aufpreis an dich über.
  • Du kannst die Website gegen eine einmalige Ablöse übernehmen.
  • Du bekommst eine Kopie mit Texten, Bildern und Dateien zum Mitnehmen.
  • Die Website wird abgeschaltet, du nimmst nur Domain und eigene Inhalte mit.

Beim Kauf gehört dir in der Regel die fertige Website. Lass dir trotzdem schriftlich geben, welche Rechte du an Gestaltung und Fotos bekommst. Bei der Domain gilt auf jedem Weg dasselbe: Sie sollte auf deinen Namen eingetragen sein. Dann nimmst du sie mit, egal wie der Vertrag endet.

Ein Mann und eine Frau sitzen mit Kaffeetassen, Unterlagen und Taschenrechner am Küchentisch und besprechen ein Schreiben.
Lass dir die Antworten auf deine Fragen schriftlich geben.

Acht Fragen vor der Unterschrift

Mit diesen Fragen prüfst du jedes Angebot, ob Miete, Kauf oder Kauf plus Betrieb. Lass dir die Antworten schriftlich geben.

  • Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und wie lange die Kündigungsfrist?
  • Verlängert sich der Vertrag automatisch, und um wie lange?
  • Darf der Anbieter den Preis während der Laufzeit erhöhen?
  • Was zählt als Änderung, und wie viele sind im Preis enthalten?
  • Auf wessen Namen ist die Domain eingetragen?
  • Was bekommst du bei einer Kündigung, und was kostet das?
  • Kannst du während der Laufzeit von Miete zu Kauf wechseln?
  • Wer setzt neue gesetzliche Pflichten um, und wer bezahlt das?

Wann Mieten passt und wann Kauf

Keiner der Wege ist immer der bessere. Es kommt darauf an, wie viel Geld du am Anfang ausgeben willst, wie lange du planst und wie viel du selbst machen möchtest.

Mieten passt eher, wenn

  • du am Anfang wenig Geld ausgeben und lieber einen festen Monatsbetrag zahlen willst
  • du erst ausprobieren willst, ob sich eine Website für dein Geschäft lohnt, und der Vertrag kurz läuft oder monatlich kündbar ist
  • du oft kleine Änderungen brauchst und diese in der Rate stecken
  • du mit einer Vorlage gut leben kannst

Kaufen passt eher, wenn

  • du die Website mehrere Jahre nutzen willst
  • du eine eigene Gestaltung oder besondere Funktionen brauchst
  • dir wichtig ist, dass die fertige Website dir gehört
  • du Änderungen lieber einzeln bezahlst, wenn sie anfallen

Der Baukasten passt eher, wenn

  • du Zeit und Freude daran hast, Aufbau, Texte und Bilder selbst zu machen
  • dir eine einfache Website reicht und das Budget sehr knapp ist

Den Anbieter wechseln: so klappt der Umzug

Ob du aus einer Miete aussteigst oder den Betreuer deiner gekauften Website wechselst, bei der Domain ist der Ablauf gleich: Ist sie auf dich eingetragen, ziehst du sie mit einem Code vom bisherigen Anbieter um. Schritt für Schritt erklärt das der Ratgeber Wem gehört die Website?. Hier geht es um zwei Punkte, die beim Wechsel leicht untergehen: die Technik, auf der deine Website läuft, und die Weiterleitungen.

Bei einem Wechsel zieht nicht immer die ganze Website mit. Läuft sie auf eigener Technik des Anbieters, nimmst du oft nur Domain, Texte und Bilder mit oder eine fertige Kopie, die jemand anderes nicht ohne Weiteres weiterbearbeiten kann. Das gilt für gemietete Websites genauso wie für gekaufte. Läuft die Website auf verbreiteter Software wie WordPress, findest du leichter jemanden, der sie übernimmt. Frag deshalb vor dem Vertrag, was ein Wechsel praktisch für dich bedeutet.

Ändern sich beim Umzug die Adressen einzelner Seiten, sollten die alten Adressen auf die neuen weiterleiten. So finden Besucher und Google deine Seiten weiterhin.

Quellen

Abgerufen im Oktober 2026. Preise ändern sich, alle Angaben ohne Gewähr.

Fragen zu Miete und Kauf

Gehört mir eine gemietete Website?

Meist nicht. Deine eigenen Texte, Fotos und dein Logo bleiben deine, Gestaltung und Technik gehören in der Regel dem Anbieter. Manche Anbieter übertragen dir die Website nach der Mindestlaufzeit oder gegen eine Ablöse. Was gilt, steht im Vertrag.

Was ist günstiger, mieten oder kaufen?

Das hängt von der Rate und davon ab, wie lange du die Website nutzt. Rechne beide Angebote mit gleichem Umfang auf denselben Zeitraum hoch, wie im Rechenbeispiel oben.

Kann ich später von Miete zu Kauf wechseln?

Bei manchen Anbietern ja, meist gegen eine Ablöse. Frag vor der Unterschrift danach und lass dir den Betrag oder die Berechnung schriftlich geben.

Ist ein Baukasten auch eine Miete?

Im Prinzip ja. Du zahlst eine laufende Gebühr, und die Website läuft nur, solange du zahlst. Der Unterschied: Beim Baukasten baust du selbst, bei der Miete baut der Anbieter für dich.

Gibt es bei der Miete versteckte Kosten?

Nicht unbedingt versteckt, aber oft nicht auf den ersten Blick sichtbar: Einrichtungsgebühren, Änderungen über dem Kontingent, mögliche Preiserhöhungen oder eine Ablöse beim Ende. Die acht Fragen oben decken die häufigsten Punkte ab.

Ist Mieten steuerlich anders als Kaufen?

Das kann sein, hängt aber von deiner Situation ab. Klär das mit deiner Steuerberatung, bevor du dich deswegen für einen Weg entscheidest.

Wenn du lieber kaufst und die Technik abgibst

Bei Simplexo zahlst du die Erstellung einmal zum Festpreis ab 1.000 €, monatlich kommt der Betrieb für 20 € dazu. Der Betrieb gehört fest dazu, und die Website läuft auf eigener Technik von Simplexo. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist deshalb nicht ohne Weiteres möglich. Die Domain läuft aber auf deinen Namen. Kündigst du, bekommst du die fertige Website als Dateipaket und den Umzugscode für deine Domain. Ob das für dich besser passt als eine Miete, klärst du im kostenlosen Erstgespräch. Alle Preise netto, zzgl. 19 % MwSt.

Im Erstgespräch sprichst du direkt mit Sven, deinem Ansprechpartner in Nürnberg.