Was kostet eine Website im Monat?
Solange deine Website online ist, kostet sie jeden Monat etwas. Hier siehst du jeden Posten mit einer Spanne aus Tests und Fachmedien, bei Pflegepaketen aus Preisangaben von Anbietern, dazu was nötig ist und was freiwillig.
Sven Schusteraktualisiert am
Die Kurzantwort
Eine kleine Website, die du selbst betreibst, kostet laufend meist vier bis zwanzig Euro im Monat: Speicherplatz gibt es in Einstiegstarifen ab rund drei Euro, die .de-Domain meist für zehn bis dreißig Euro im Jahr, das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung kostenlos. Ein Baukasten kostet laut Stiftung Warentest meist hundert bis zweihundert Euro im Jahr, also rund acht bis siebzehn Euro im Monat. Übernimmt jemand für dich Updates, Sicherungen und Änderungen, nennen Anbieter dafür meist zwanzig bis hundertfünfzig Euro im Monat, je nachdem, was enthalten ist.
- Nötig sind Domain, Speicherplatz, Zertifikat sowie Sicherungen und Updates.
- Freiwillig sind E-Mail-Postfächer, Erweiterungen und ein Pflegepaket.
- Rechne alles aufs Jahr hoch, bevor du Angebote vergleichst.
Diese laufenden Kosten hat jede Website
Vier Posten fallen an, solange deine Website erreichbar ist. Beim Baukasten stecken sie meist in einer Gebühr, sonst bezahlst du sie einzeln.
Die Domain
Die Domain ist der Name, unter dem man deine Website findet, zum Beispiel deinname.de. Eine .de-Domain kostet laut heise meist zehn bis dreißig Euro im Jahr. Manche Tarife liegen darunter, verlangen dafür aber eine Einrichtungsgebühr.
Wichtiger als der Preis ist, wer als Inhaber eingetragen ist. Als Inhaber kannst du den Anbieter jederzeit wechseln: Der bisherige Anbieter gibt dir einen Code, mit dem die Domain umzieht. Mehr dazu im Ratgeber Wem gehört die Website?
Speicherplatz im Internet (Hosting)
Deine Website liegt auf einem Rechner, der ständig mit dem Internet verbunden ist. Im Webhosting-Test von netzwelt kosteten die Einstiegstarife von zehn Anbietern zwischen rund drei und siebzehn Euro im Monat. Für eine kleine Website reicht meist so ein Tarif, ein Shop mit vielen Besuchern braucht mehr Leistung.
Achte auf den Preis nach der ersten Laufzeit. Im selben Test gab es den niedrigsten Preis eines Tarifs nur bei vier Jahren Laufzeit. Bei einem Jahr Laufzeit kostete derselbe Tarif nach dem ersten Jahr mehr als das Dreifache.
Das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung
Daran erkennt der Browser, dass Daten verschlüsselt übertragen werden, etwa die Nachricht aus deinem Kontaktformular. Die gemeinnützige Stelle Let's Encrypt stellt solche Zertifikate kostenlos aus. In vielen Tarifen ist eines schon enthalten.
Sicherungen und Updates
Mit einer Sicherungskopie holst du einen früheren Stand zurück, wenn etwas schiefgeht. Updates schließen Sicherheitslücken in der Software. Beim Baukasten erledigt das der Anbieter. Betreibst du die Website selbst, ist es deine Aufgabe, oder du gibst sie gegen eine Monatsgebühr ab.
Laufende Kosten je nach Weg
Eine amtliche Preisübersicht gibt es nicht. Die Werte stammen aus Tests und Fachmedien, bei Pflegepaketen aus Preisangaben von Anbietern, und zeigen die Größenordnung.
Weg | Was du bezahlst | Richtwert in Euro | Wer pflegt |
|---|---|---|---|
Baukasten | eine Gebühr für alles | meist 100 bis 200 im Jahr, im Test 43 bis 257 im ersten Jahr | der Anbieter die Technik, du die Inhalte |
Selbst betrieben | Speicherplatz und Domain einzeln | Speicherplatz rund 3 bis 17 im Monat, Domain meist 10 bis 30 im Jahr | du |
Mit Pflegepaket | Speicherplatz und Arbeit | laut Anbieterseiten meist 20 bis 150 im Monat | der Dienstleister |
Shop | mehr Leistung, Erweiterungen, Gebühren pro Zahlung | deutlich mehr als eine kleine Website | je nach Vereinbarung |
Beim Baukasten lohnt der Blick auf das zweite Jahr. Im Test der Stiftung Warentest mit 16 Baukästen werden viele Tarife nach dem ersten Jahr teurer. Das günstigste Angebot kostete danach mehr als das Achtfache.
Für Pflegepakete gibt es keine neutralen Durchschnittspreise. Webdesigner und Agenturen nennen auf ihren Preisseiten meist zwanzig bis hundertfünfzig Euro im Monat. Vergleiche deshalb, was enthalten ist: Updates, Sicherungen, Hilfe bei Problemen und kleine Änderungen.
Was freiwillig dazukommen kann
- E-Mail-Postfächer. Die beiden Testsieger der Stiftung Warentest kosten einen Euro im Monat. Ob Adressen mit deiner eigenen Domain dabei sind, unterscheidet sich je nach Tarif. Manche Hosting-Tarife enthalten Postfächer.
- Erweiterungen. Für Terminbuchung, Newsletter oder besondere Formulare verlangen manche Anbieter eine eigene Monatsgebühr. Bei WordPress gilt das für viele Erweiterungen in der Bezahlversion.
- Shop-Kosten. Zahlungsdienste berechnen Gebühren pro Zahlung, dazu kommen oft Erweiterungen für Versand oder Rechnungen.
- Neue Inhalte. Neue Seiten oder Texte nach dem Start werden meist einzeln berechnet.
So rechnest du die Jahreskosten
Monatsbeträge wirken klein. Rechne deshalb aufs Jahr: Monatskosten mal zwölf, dazu die Domain und alles, was einmal im Jahr fällig wird. Ein Beispiel für eine kleine Website, die du selbst betreibst, mit Werten aus den Spannen oben:
Posten | Rechnung | Euro im Jahr |
|---|---|---|
Speicherplatz | 6 im Monat mal 12 | 72 |
Domain | einmal im Jahr | 15 |
Zertifikat | kostenlos | 0 |
ein E-Mail-Postfach | 1 im Monat mal 12 | 12 |
Summe | 99 |
Gibst du Updates und Sicherungen ab, kommt der Monatspreis des Pflegepakets mal zwölf dazu. Für einen Vergleich über mehrere Jahre rechnest du außerdem den Einmalpreis für die Erstellung ein, wie im Ratgeber Was kostet eine Website?
Vor dem Vertrag prüfen
Bei laufenden Kosten zählt das Kleingedruckte mehr als der Monatspreis. Kläre diese Fragen, bevor du unterschreibst.
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie lange ist die Kündigungsfrist?
- Gilt der Preis nur in der ersten Laufzeit oder auch danach?
- Bist du selbst als Inhaber der Domain eingetragen?
- Was steckt im Preis: Updates, Sicherungen, Hilfe bei Problemen?
- Was bekommst du bei einer Kündigung: Texte, Bilder, die Domain?
Quellen
- Stiftung Warentest: Homepage-Baukästen im Vergleich (test 2/2024)
- Deutsche Handwerks Zeitung: Jeder zweite Homepage-Baukasten für gut befunden (Januar 2024, zum Test der Stiftung Warentest)
- netzwelt: Webhosting im Test, 10 Anbieter (April 2026)
- heise: Eigene Domain kaufen (November 2024)
- Let's Encrypt: Über uns
- Stiftung Warentest: E-Mail-Anbieter, Bezahltarife im Test (August 2026)
- DENIC: Providerwechsel bei .de-Domains
- Preisangaben von Webdesign-Anbietern und Agenturen zu Pflegepaketen (Oktober 2026, nicht verlinkt, weil sie für ihr Angebot werben)
Abgerufen im Oktober 2026. Preise ändern sich, alle Angaben ohne Gewähr.
Fragen zu den laufenden Kosten
Was kostet eine Domain?
Eine .de-Domain kostet laut heise meist zehn bis dreißig Euro im Jahr, andere Endungen können teurer sein. Achte darauf, dass du selbst als Inhaber eingetragen bist.
Was ist der Unterschied zwischen Domain und Hosting?
Die Domain ist die Adresse, das Hosting der Speicherplatz, auf dem die Website liegt. Du brauchst beides, oft bekommst du beides beim selben Anbieter.
Geht eine Website auch ganz ohne laufende Kosten?
Mit eigener Adresse nicht. Bei vielen Baukästen gibt es die eigene Domain nur in bezahlten Tarifen, und Speicherplatz kostet immer etwas, solange die Seite online ist.
Brauche ich ein Wartungspaket?
Nicht, wenn du Updates und Sicherungen zuverlässig selbst machst. Willst du dich darum nicht kümmern, ist ein Paket die bequemere Lösung.
Warum gehen die Angebote so weit auseinander?
Manche enthalten nur den Speicherplatz, andere auch Pflege, Hilfe und kleine Änderungen. Vergleiche deshalb immer, was im Preis steckt, und rechne aufs Jahr hoch.
Wenn sich jemand anderes darum kümmern soll
Im Betrieb von Simplexo stecken Speicherplatz, Updates, Sicherheit mit Zertifikat, Sicherungen und Hilfe bei Problemen, für 20 € netto im Monat. Die Domain kommt extra dazu und läuft auf deinen Namen.
