Google-Unternehmensprofil erstellen in fünf Schritten

Mit einem Google-Unternehmensprofil erscheint dein Geschäft in Google Maps und in der Google-Suche, mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Hier liest du, wie du es anlegst, bestätigst, so pflegst, dass es nicht gesperrt wird, und wie du fair zu mehr Bewertungen kommst.

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Die Kurzantwort

Du legst dein Google-Unternehmensprofil kostenlos mit einem Google-Konto an. Du trägst Namen, Kategorie und Adresse oder Einzugsgebiet ein und bestätigst danach, dass das Geschäft dir gehört: per Telefon, SMS, E-Mail, Videoanruf oder Postkarte. Eine Postkarte kommt laut Google meist innerhalb von 14 Tagen an, danach prüft Google deine Angaben bis zu fünf Arbeitstage lang.

  • Ein besseres Ranking lässt sich laut Google auch gegen Bezahlung nicht kaufen.
  • Der Name muss so lauten wie auf deinem Schild, ohne Ort, Slogan oder Leistung als Zusatz.

Was dir das Profil bringt

Sucht jemand in deiner Nähe nach deinem Angebot, zeigt Google oft eine Karte mit passenden Geschäften. Dort erscheint dein Profil mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Interessenten können direkt anrufen, sich den Weg anzeigen lassen oder auf deine Website klicken, ohne erst danach suchen zu müssen.

Dein Unternehmendeine-website.de

Was du vorher brauchst

Das Profil kostet nichts. Laut Google-Hilfe kannst du es kostenlos hinzufügen oder Anspruch auf einen bestehenden Eintrag erheben. Du brauchst nur ein Google-Konto.

Nimm dafür eine geschäftliche E-Mail-Adresse, auf die du auch in einigen Jahren noch Zugriff hast. Jedes Profil hat genau einen primären Inhaber, das solltest du selbst sein. Hilft dir jemand bei der Pflege, fügst du ihn als Administrator hinzu. Administratoren können das Profil bearbeiten, aber keine Nutzer entfernen und das Profil nicht löschen.

Such außerdem in Google Maps nach deinem Geschäft. Gibt es schon einen Eintrag, übernimmst du ihn, statt einen neuen anzulegen (dazu unten mehr).

Fünf Schritte zum eigenen Profil

  1. Anmelden

    Ruf business.google.com/add auf und melde dich mit deinem geschäftlichen Google-Konto an. Am Computer geht es am einfachsten.

  2. Name und Kategorie

    Trag den Namen ein, wie er auf Schild oder Rechnung steht. Wähl die Hauptkategorie, die dein Geschäft am genauesten beschreibt. Passende Nebenkategorien kannst du ergänzen.

  3. Adresse oder Einzugsgebiet

    Kommen Kunden zu dir, trägst du die Adresse ein. Fährst du zu ihnen, legst du Orte oder Postleitzahlen fest und blendest die Adresse aus.

  4. Telefon und Website

    Eine Nummer, unter der du gut erreichbar bist, und der Link zu deiner Website.

  5. Bestätigen

    Google prüft, ob das Geschäft dir gehört. Welche Wege du dafür bekommst, entscheidet Google.

So bestätigst du dein Profil

Welche Wege dir angeboten werden, hängt von deinem Geschäft ab. Die Google-Hilfe zur Bestätigung nennt diese:

  • Telefon oder SMS. Der Code kommt an deine geschäftliche Nummer. Eine Telefonansage, die Anrufe automatisch annimmt, bekommt keinen Code.
  • E-Mail. Du brauchst Zugriff auf die Adresse, die Google dir anzeigt.
  • Live-Videoanruf. Du zeigst einer Person vom Google-Support dein Geschäft, etwa Schild, Arbeitsplatz oder Werkzeug. Das geht nur zu deinen Öffnungszeiten.
  • Postkarte. Google schickt einen fünfstelligen Code an deine Geschäftsadresse. Die meisten Codes kommen innerhalb von 14 Tagen an, nach 30 Tagen läuft der Code ab.

Danach prüft Google deine Angaben. Laut Google dauert das bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Erst dann ist dein Profil öffentlich zu sehen.

Wenn die Postkarte nicht ankommt

Fordere nicht vorschnell einen neuen Code an. Der Code auf der ersten Karte wird damit ungültig, und alles dauert länger. Prüf stattdessen, ob deine Adresse stimmt, und ändere Name, Adresse und Kategorie nicht, solange du wartest. Klappt es auf keinem Weg, hilft der Google-Support weiter.

Wenn es dein Geschäft bei Google schon gibt

Manchmal hat jemand anderes dein Geschäft schon eingetragen, etwa ein früherer Dienstleister oder ein Kunde. Leg dann kein zweites Profil an. Such dein Geschäft unter business.google.com/add und wähle „Zugriff anfordern“.

Der bisherige Inhaber bekommt eine E-Mail und hat laut Google-Hilfe drei Tage Zeit zu antworten. Meldet er sich nicht, kannst du je nach Fall über die Bestätigungs-E-Mail selbst Anspruch erheben.

Diese Fehler führen zur Sperrung

Google sperrt Profile, die gegen die Richtlinien für Unternehmensprofile verstoßen. Die häufigsten Gründe:

  • Zusätze im Namen. Ort, Slogan oder Leistung gehören nicht in den Namen. Google nennt selbst das Beispiel „Euromaster Kfz-Werkstatt“: Erlaubt ist nur „Euromaster“.
  • Doppelte Profile. Pro Standort gibt es genau ein Profil, auch über mehrere Konten hinweg.
  • Falsche Adresse. Postfächer und gemietete Adressen, an denen du nicht arbeitest, sind nicht erlaubt. Ein Platz im Coworking zählt nur, wenn er klar beschildert ist und dort zu den Öffnungszeiten jemand Kunden empfängt.
  • Zu großes Einzugsgebiet. Es sollte laut Google nicht weiter als etwa zwei Autostunden um deinen Standort reichen. Für manche Betriebe ist ein größeres Gebiet in Ordnung.

Nach der Bestätigung: Profil pflegen

Google ordnet lokale Ergebnisse laut Google-Hilfe nach drei Punkten: wie gut ein Profil zur Suche passt, wie weit das Geschäft entfernt ist und wie bekannt es ist. Die Entfernung steht fest. Die anderen beiden Punkte beeinflusst du mit vollständigen Angaben und Bewertungen.

  • Beschreibung. Was du anbietest und für wen, in höchstens 750 Zeichen. Links gehören nicht hinein, Preise und Aktionen sollen nicht im Vordergrund stehen.
  • Kategorien. Neben der Hauptkategorie sind bis zu neun weitere möglich. Nimm nur die, die zu deinem Angebot passen.
  • Fotos. Dein Geschäft von außen und innen, du und deine Arbeit.
  • Leistungen und Öffnungszeiten. Vollständig und aktuell, mit abweichenden Zeiten an Feiertagen.
  • Gleiche Angaben überall. Name, Adresse und Telefonnummer lauten im Profil und auf deiner Website gleich.

Mit Beiträgen im Profil weist du außerdem auf Neuigkeiten, Aktionen oder Termine hin.

Wie du den Link findest, zeigt die Google-Hilfe zu Link und QR-Code. Eine Bitte kann zum Beispiel so klingen, die Anrede passt du an deine Kunden an:

„Danke für deinen Auftrag! Wie war es für dich? Über eine ehrliche Bewertung bei Google freue ich mich, sie hilft anderen bei der Entscheidung. Hier kommst du direkt zum Bewertungsfeld: [dein Link]“

Die Bitte fragt nach einer ehrlichen Meinung und nicht nach fünf Sternen. So bleibt sie auch bei Kunden passend, bei denen nicht alles glatt lief.

Was Google bei Bewertungen verbietet

Die Google-Richtlinien für Rezensionen sind streng. Bewertungen, die dagegen verstoßen, entfernt Google. Bei Verstößen kann Google laut diesen Richtlinien auch das Konto sperren oder schließen. Nicht erlaubt ist:

  • Eine Gegenleistung. Für eine Bewertung darfst du weder Rabatt noch Geschenke oder Geld anbieten. Das gilt auch, wenn du dabei um eine ehrliche Meinung bittest.
  • Gekaufte oder ausgedachte Bewertungen. Bewertungen müssen auf echten Erfahrungen beruhen. In Deutschland ist das zusätzlich gesetzlich geregelt: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verbietet es, gefälschte Verbraucherbewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben (Anhang Nr. 23c UWG).
  • Nur Zufriedene fragen. Gezielt nur um positive Bewertungen zu bitten oder negative zu verhindern, ist verboten. Dazu zählt auch eine vorgeschaltete Umfrage, die nur Kunden mit guter Note zu Google weiterleitet.
  • Bewertungen aus dem eigenen Umfeld. Du, dein Team und frühere Mitarbeiter bewerten das eigene Geschäft nicht. Google wertet das als Interessenkonflikt.
  • Druck und Zielvorgaben. Kunden um eine Bewertung zu bitten oder sie dazu zu drängen, während sie noch vor Ort sind. Auch eine feste Anzahl an Bewertungen, die dein Team einsammeln soll, ist nicht erlaubt. Ein QR-Code an der Theke bleibt dagegen ein Hinweis, den Kunden später nutzen können, wenn sie wollen.
  • Auffällige Muster. Ungewöhnlich viele Bewertungen in kurzer Zeit können wie Manipulation wirken. Besser ist deshalb, wenn Kunden am eigenen Handy bewerten und du die Bitte an Bestandskunden über einige Wochen verteilst.

Auf Bewertungen antworten

Laut Google-Hilfe zu Rezensionen antwortest du am besten zeitnah, kurz und freundlich. Nicht jede positive Bewertung braucht eine Antwort. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn du etwas Hilfreiches ergänzen kannst. Bei Kritik hilft dir diese Reihenfolge:

  • Nenn keine persönlichen Daten der Person und greif sie nicht an.
  • Gib eigene Fehler offen zu und erklär, wie du das Problem löst. Verantwortung für Dinge, die du nicht verschuldet hast, musst du nicht übernehmen.
  • Biete an, den Rest per Telefon oder E-Mail zu klären, und unterschreib mit deinem Namen oder deinen Initialen.

Eine Mischung aus Lob und Kritik wirkt laut Google glaubwürdiger als lauter Bestnoten. Verstößt eine Bewertung gegen die Richtlinien, etwa weil sie beleidigt oder gar nicht von einem Kunden stammt, kannst du sie in deinem Profil melden. Ehrliche Kritik bleibt dagegen stehen.

Profil und Website ergänzen sich

Dein Profil zeigt die wichtigsten Fakten in Kurzform. Deine Website erzählt den Rest: was du genau anbietest, wie du arbeitest und was es kostet. Welche Seiten dafür sinnvoll sind, liest du im Ratgeber Was gehört auf eine Website?.

Stand der Angaben: Oktober 2026. Google ändert Abläufe und Fristen ab und zu, maßgeblich ist die verlinkte Google-Hilfe.

Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil

Was kostet ein Unternehmensprofil bei Google?

Nichts. Du brauchst nur ein kostenloses Google-Konto. Eine bessere Platzierung lässt sich laut Google auch gegen Geld nicht kaufen.

Wie lange dauert es, bis mein Unternehmen bei Google sichtbar ist?

Das hängt vom Bestätigungsweg ab. Per Postkarte kommen die meisten Codes innerhalb von 14 Tagen, danach prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Per Telefon, SMS oder E-Mail geht die Bestätigung schneller.

Kann ich mein Profil ohne Postkarte bestätigen?

Oft ja. Google bietet je nach Geschäft auch Telefon, SMS, E-Mail oder einen Videoanruf an. Welche Wege du bekommst, entscheidet Google.

Brauche ich ein Ladengeschäft?

Nein. Fährst du zu deinen Kunden, legst du ein Einzugsgebiet fest und blendest deine Adresse aus.

Wo finde ich meine Google-Bewertungen?

In deinem Profil, wenn du angemeldet bei Google nach deinem Geschäft suchst, oder in der App Google Maps. Dort kannst du auch antworten.

Was mache ich, wenn schon ein Eintrag für mein Geschäft existiert?

Dann forderst du über das Profil Zugriff an. Leg kein zweites Profil an, doppelte Einträge können gesperrt werden.

Darf ich für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Google verbietet jede Gegenleistung für Bewertungen, auch Rabatte oder kleine Geschenke. Solche Bewertungen werden entfernt, und dein Profil kann eingeschränkt werden.

Kann ich eine schlechte Bewertung löschen lassen?

Wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstößt, etwa bei Beleidigungen oder wenn die Person nie bei dir Kunde war, meldest du sie im Profil. Ist eine Bewertung rechtswidrig, weil sie zum Beispiel falsche Tatsachen über dein Geschäft behauptet, kannst du sie außerdem über Googles Formular für rechtliche Beschwerden melden oder rechtlich klären lassen. Ehrliche Kritik bleibt stehen, hier hilft eine ruhige, sachliche Antwort.

Eine Website, auf die dein Profil zeigen kann

Im Profil kannst du auf deine Website verlinken. Dort finden Interessenten Antworten auf ihre Fragen und kommen ohne Umweg zu ihrer Anfrage. Das Startpaket enthält Startseite, Kontakt, Impressum und Datenschutz, mit Design und Texten.

Im Erstgespräch sprichst du direkt mit Sven, deinem Ansprechpartner in Nürnberg.