Website selbst erstellen oder erstellen lassen?

Beides kann die richtige Wahl sein. Es kommt darauf an, wie viel Zeit du hast, was du ausgeben willst und was die Website für dein Geschäft erreichen soll.

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Die Kurzantwort

Selbst bauen spart Geld und kostet Zeit, erstellen lassen kostet Geld und spart Zeit. Ein Baukasten kostet laut Stiftung Warentest meist hundert bis zweihundert Euro im Jahr, eine beauftragte Website schnell einige Tausend Euro einmalig. Den Ausschlag geben dein Zeitbudget, dein Ziel mit der Website und die Frage, wer sie danach pflegt.

  • Für eine erste, schlichte Seite reicht oft ein Baukasten.
  • Soll die Website Kunden bringen, zählen Texte, Aufbau und Erfahrung.
  • Dazwischen gibt es einen Mittelweg: selbst bauen und dir für einzelne Teile Hilfe holen.

Was Selbermachen bedeutet

Eine Website selbst zu bauen heißt mehr, als Bausteine anzuordnen. Du planst den Aufbau, schreibst die Texte, suchst Bilder aus, legst Impressum und Datenschutz an, achtest darauf, dass Google versteht, worum es geht, und prüfst alles auf dem Handy. Auch nach dem Start fallen Änderungen und Updates an, um die du dich kümmerst.

Die Technik ist dabei selten das Problem. Stiftung Warentest kam mit jedem getesteten Baukasten in weniger als einer Stunde zu einer ersten Version, allerdings mit gut vorbereiteten Inhalten. Die meiste Zeit kosten also Texte, Bilder und die Frage, was Besucher zuerst sehen sollen. Eine verlässliche Stundenzahl für den ganzen Selbstbau gibt es nicht, sie hängt an deiner Erfahrung und am Umfang.

Ein Vorteil bleibt: Kleine Änderungen machst du sofort selbst, ohne auf jemanden zu warten.

Baukasten oder WordPress?

Beim Baukasten kümmert sich der Anbieter um Technik, Speicherplatz und Updates. Du arbeitest mit seinen Bausteinen, und ein späterer Umzug bedeutet meist, die Seiten neu aufzubauen. WordPress ist freier und lässt sich mit Erweiterungen fast beliebig ausbauen. Dafür richtest du Speicherplatz, Updates und Sicherungen selbst ein und brauchst mehr Einarbeitung.

Die Kosten im Vergleich

Eine amtliche Preisstatistik für Websites gibt es nicht. Die Werte stammen aus Tests und Fachmedien und zeigen die Größenordnung.

Weg

Einmalig in Euro

Laufend in Euro

Deine Arbeit

Baukasten

meist nichts, Vorlagen sind enthalten

meist 100 bis 200 im Jahr

alles: Aufbau, Texte, Bilder, Rechtstexte

WordPress selbst

Software kostenlos, oft eine gekaufte Designvorlage

Speicherplatz ab rund 3 im Monat, Domain meist 10 bis 30 im Jahr

alles, auch Updates und Sicherungen

Freelancer

nach Stunden oder pauschal, häufigster Stundensatz in einer Umfrage 60 bis 80

je nach Vereinbarung

Inhalte liefern, Rückmeldung geben

Agentur

einfache Website mit Vorlage rund 4.000, mit eigenem Design ab rund 20.000

meist ein Wartungspaket

Inhalte liefern, Abstimmungen

Die Baukasten-Preise stammen aus dem Test der Stiftung Warentest, Speicherplatz aus dem Webhosting-Test von netzwelt, die Domain-Spanne von heise. Der Stundensatz kommt aus einer Umfrage von t3n unter 284 Webdesignern, die Agenturwerte aus einem Rechenbeispiel der Computerwoche: rund 40 Stunden für eine schlichte Website, 200 Stunden und mehr mit eigenem Design. Beide Zahlen sind von 2017, heutige Angebote können abweichen.

Wovon der Preis innerhalb eines Weges abhängt, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?

Und was ist mit KI?

KI-Werkzeuge erstellen aus wenigen Angaben in kurzer Zeit einen ersten Entwurf mit Aufbau und Texten. Auch fünf der 16 von Stiftung Warentest geprüften Baukästen schlagen mit KI erste Texte vor. Das hilft vor allem beim Anfang.

Prüfen musst du trotzdem alles selbst: Stimmen die Angaben, klingt es nach dir, passt es zu deinem Angebot? Impressum, Datenschutz, eigene Fotos und die Pflege bleiben ebenfalls bei dir. Verlässliche Marktpreise für reine KI-Werkzeuge gibt es noch nicht.

Der Mittelweg: selbst bauen mit Hilfe

Du musst dich nicht für ganz oder gar nicht entscheiden. Viele bauen selbst und holen sich Hilfe für die Teile, die ihnen schwerfallen:

  • eine Vorlage, die jemand für dich anpasst
  • Texte, die jemand für dich schreibt oder überarbeitet
  • ein Fototermin für eigene Bilder
  • eine Stunde Beratung, wenn du nicht weiterkommst

Du sparst Geld und behältst die Kontrolle. Dafür müssen die Teile am Ende zusammenpassen, und die Verantwortung für das Ganze bleibt bei dir.

Recht nicht vergessen

Egal wer baut, eine geschäftliche Website braucht ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz und eine Datenschutzerklärung. Die Erklärung muss zu den Diensten auf deiner Website passen, etwa Kontaktformular, Karte oder Statistik. Baust du selbst, trägst du dafür allein die Verantwortung.

Seit dem 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen, etwa Shops oder Online-Buchungen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Ob es dich betrifft, klärst du am besten vorab, zum Beispiel bei deiner IHK oder Handwerkskammer.

Erstellen lassen passt gut, wenn …

Lässt du bauen, ist deine Aufgabe vor allem, dein Geschäft zu erklären und Rückmeldung zu geben. Dafür zahlst du einmalig mehr, und für Änderungen bist du auf jemanden angewiesen, solange du sie nicht selbst machen kannst.

  • du deine Zeit lieber in dein Geschäft steckst
  • deine Website neue Kunden bringen und bei Google gefunden werden soll
  • du dich nach dem Start nicht um Updates und Sicherungen kümmern willst
  • du vor dem Start wissen willst, was es kostet
Dein ProjektDeine AufgabeEin Gespräch mit dir30 Min.Für dich erledigtTexteDesignEinrichtungRechtliche Seiten

Drei Fragen für deine Entscheidung

Wie viel Zeit willst du investieren?

Hast du regelmäßig ein paar Abende frei und Lust darauf, ist Selbermachen machbar. Ist deine Woche schon voll, kostet dich die Website mehr, als du sparst.

Was soll die Website erreichen?

Sollen Kunden dich nur finden und wissen, wie sie dich erreichen, reicht oft eine schlichte Seite. Soll sie neue Kunden bringen, zählen gute Texte, ein durchdachter Aufbau und eigene Seiten für deine Leistungen.

Wer kümmert sich danach?

Updates, Sicherungen und neue Inhalte fallen jeden Monat an. Überleg dir vorher, ob du das selbst machen willst. Was die Pflege kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Website im Monat?

Quellen

Abgerufen im Oktober 2026. Preise ändern sich, alle Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen zur Entscheidung

Kann ich eine Website selbst erstellen, ohne programmieren zu können?

Ja. Mit einem Baukasten stellst du eine Website aus fertigen Bausteinen zusammen. Plane trotzdem genug Zeit für Aufbau, Texte, Bilder und die rechtlichen Seiten ein.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Das hängt vom Umfang ab. Die Computerwoche rechnete für eine schlichte Website mit Vorlage mit rund 40 Arbeitsstunden, mit eigenem Design mit 200 Stunden und mehr. Was dein Projekt kostet, zeigen erst die Angebote.

Ist eine Website mit KI eine Alternative?

Für einen ersten Entwurf ja. Texte prüfen, Rechtliches, Fotos und die Pflege bleiben aber deine Aufgabe.

Kann ich später noch wechseln?

Ja. Deine Texte und Bilder sind eine gute Grundlage für einen Neubau. Prüf vorher, ob du sie aus deinem Baukasten mitnehmen kannst und auf wen die Domain läuft.

Was ist am Selbermachen am schwierigsten?

Meist die Texte und der Aufbau: Was sollen Besucher zuerst sehen, und wie kommen sie zur Anfrage? Hier lohnt sich Hilfe am ehesten.

Wenn du die Arbeit lieber abgibst

Das Startpaket von Simplexo enthält Design, Texte und die vier Seiten, die jede Website braucht, zum Festpreis von 1.000 €.

Im Erstgespräch sprichst du direkt mit Sven, deinem Ansprechpartner in Nürnberg.