Was kostet eine Website?

Die Spanne ist groß, weil es sehr verschiedene Wege zur eigenen Website gibt. Hier siehst du, was jeder Weg ungefähr kostet, was Profis je nach Umfang verlangen, was laufend dazukommt und welche Posten oft vergessen werden.

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Die Kurzantwort

Eine Website kostet einmal für die Erstellung und danach laufend für den Betrieb. Machst du sie selbst mit einem Baukasten, zahlst du laut Stiftung Warentest meist hundert bis zweihundert Euro im Jahr, dazu kommt deine eigene Zeit. Lässt du sie erstellen, nennen Webdesigner und Agenturen für eine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten meist etwa tausend bis fünftausend Euro bei Freelancern und etwa zweitausend bis zwölftausend Euro bei Agenturen. Eine Website mit nur einer Seite ist oft günstiger. Mit eigenem Design, vielen Seiten oder einem Shop wird es deutlich teurer.

  • Den größten Unterschied macht der Weg: selbst bauen, Freelancer oder Agentur.
  • Laufend kommen Domain, Speicherplatz und Pflege dazu, von wenigen Euro im Monat bis zu einem Wartungspaket.
  • Texte, Fotos und Rechtstexte stehen oft nicht im Angebot und kosten extra.

Die Wege zur eigenen Website im Vergleich

Eine amtliche Preisstatistik für Websites gibt es nicht. Die Zahlen unten stammen aus Tests und Fachmedien und zeigen die Größenordnung. Was dein Projekt kostet, steht erst in den Angeboten, die du einholst.

Weg

Einmalig

Laufend

Deine Arbeit

Baukasten

meist nichts, Vorlagen sind enthalten

meist rund hundert bis zweihundert Euro im Jahr, danach oft mehr

Aufbau, Texte, Bilder, Rechtstexte

WordPress selbst

Software kostenlos, oft eine gekaufte Designvorlage

Speicherplatz ab rund drei Euro im Monat, Domain meist zehn bis dreißig Euro im Jahr

alles, auch Updates und Sicherungen

KI-Werkzeuge

noch keine verlässlichen Marktpreise

je nach Tarif

Texte prüfen, Rechtliches, Pflege

Freelancer

nach Stunden oder pauschal, häufigster Stundensatz in einer Umfrage sechzig bis achtzig Euro

je nach Vereinbarung

Inhalte liefern, Rückmeldung geben

Agentur

einfache Website mit Vorlage rund viertausend Euro, mit eigenem Design zwanzigtausend Euro und mehr

Wartung meist als Monatspaket

Inhalte liefern, Abstimmungen

Baukasten

Stiftung Warentest hat 16 Homepage-Baukästen geprüft. Die meisten kosten im Jahr rund hundert bis zweihundert Euro. Das günstigste Angebot lag im ersten Jahr bei dreiundvierzig Euro, danach wird es oft deutlich teurer. Einfache Seiten lassen sich bei vielen Anbietern kostenlos veröffentlichen, eine Wunsch-Domain und Shop-Funktionen kosten aber extra. Aufbau, Texte und Bilder machst du selbst.

Selbst bauen mit WordPress

Die Software selbst ist kostenlos. Du brauchst Speicherplatz bei einem Anbieter: Im Webhosting-Test von netzwelt kosteten die Einstiegstarife der zehn Anbieter zwischen rund drei und siebzehn Euro im Monat. Dazu kommen die Domain und oft eine gekaufte Designvorlage. Einrichtung, Updates und Sicherungen liegen bei dir.

KI-Werkzeuge

Sie erstellen aus deinen Angaben in kurzer Zeit einen ersten Entwurf. Auch fünf der von Stiftung Warentest geprüften Baukästen schlagen mit KI erste Texte vor. Für reine KI-Werkzeuge gibt es noch keine verlässlichen Marktpreise. Texte prüfen, Rechtliches und Pflege bleiben bei dir.

Freelancer

Freie Webdesigner rechnen nach Stunden oder mit einer Pauschale ab. In einer Umfrage unter 284 Webdesignern nannte die größte Gruppe sechzig bis achtzig Euro pro Stunde, knapp jeder Fünfte lag unter vierzig Euro. Gut die Hälfte arbeitete meist an Projekten unter dreitausend Euro. Die Umfrage ist von 2017 und nicht repräsentativ, die Richtung zeigt sie trotzdem.

Agentur

Bei einer Agentur arbeiten mehrere Leute am Projekt, oft mit Konzept und eigenem Design. Die Computerwoche rechnete für eine schlichte Website mit Designvorlage mit rund 40 Stunden zu je etwa hundert Euro, also etwa viertausend Euro. Für die Website eines Dienstleisters mit eigenem Design kam sie auf 200 Stunden und mehr und damit auf zwanzigtausend Euro und mehr. Die Zahlen sind von 2017, heutige Angebote können davon abweichen.

Was es kostet, eine Website erstellen zu lassen

Viele Webdesigner und Agenturen nennen ihre Preise offen. Für diese Übersicht wurden die Preisangaben von acht Anbietern und Vermittlungsportalen ausgewertet, die bei Google zu Fragen nach den Kosten einer Website erscheinen (Stand Oktober 2026). Weil die Anbieter damit für sich werben, sind sie nicht verlinkt. Die Spannen zeigen, was am Markt üblich ist, nicht was dein Projekt kostet.

Art der Website

Freelancer (Euro)

Agentur (Euro)

Onepager: alles auf einer Seite

rund 700 bis 1.500

rund 1.500 bis 2.500

Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten

rund 1.000 bis 5.000

rund 2.000 bis 12.000

Größere Website mit eigenem Design

selten offen genannt

rund 10.000 bis 30.000

Onlineshop

selten offen genannt

rund 5.000 bis 15.000, größere Shops mehr

Die Spannen überschneiden sich: Ein erfahrener Freelancer kann mehr verlangen als eine kleine Agentur. Ob die Mehrwertsteuer schon enthalten ist, steht nicht bei jedem Anbieter dabei. Frag deshalb nach. Welche Fragen du jedem Anbieter vor dem Vertrag stellen kannst, zeigt der Ratgeber Webdesigner finden.

Was im Preis steckt, unterscheidet sich stark. Manche Angebote enthalten Texte, Fotos und die Einrichtung, andere nur die Gestaltung. Vergleiche deshalb zuerst die Leistungen und dann die Summe.

Was den Preis bestimmt

Innerhalb jedes Weges hängt der Preis an denselben Punkten:

  • Zahl der Seiten. Jede Seite braucht Text, Bilder und Gestaltung. Wer mehrere Leistungen und Orte zeigen will, braucht für jede eine eigene Seite.
  • Art der Website. Für eine einzelne Landingpage rechnete die Computerwoche mit mehreren Tagen Arbeit, für einen Onlineshop mit Zahlung und Versand mit mehreren Monaten.
  • Gestaltung. Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein Design, das ganz neu entsteht.
  • Funktionen. Terminbuchung, Mitgliederbereich oder eine Anbindung an andere Programme machen mehr Arbeit als eine Seite, die informiert.
  • Texte und Fotos. Lieferst du sie selbst, oder sollen sie für dich entstehen?
  • Abrechnung. Nach Stunden zahlst du am Ende die angefallene Zeit, beim Festpreis steht die Summe vorher fest.

Kosten, die oft vergessen werden

Viele Angebote nennen nur die Gestaltung. Frag deshalb nach, ob diese Posten enthalten sind:

  • Texte. Werden sie geschrieben, oder musst du sie liefern? Zwei Anbieter nennen für Texte ab rund hundertdreißig bis vierhundert Euro je Seite.
  • Fotos. Ein Fototermin oder gekaufte Bilder kommen oft als eigener Posten dazu. Eine Agentur nennt dafür dreihundert bis eintausendfünfhundert Euro.
  • Impressum und Datenschutz. Eine geschäftliche Website braucht ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz und eine Datenschutzerklärung, die zu den Diensten auf deiner Seite passt.
  • Barrierefreiheit. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen, etwa Shops oder Online-Buchungen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Ob es dich betrifft, klärst du am besten vorab. Dabei hilft der Ratgeber Muss deine Website barrierefrei sein?
  • E-Mail-Postfächer. Adressen mit deiner Domain sind nicht in jedem Tarif enthalten. Die beiden Testsieger der Stiftung Warentest bei E-Mail-Anbietern kosten einen Euro im Monat. Ob deine eigene Domain dabei sein kann, hängt vom Tarif ab.
  • Änderungen nach dem Start. Neue Seiten oder Texte werden oft einzeln berechnet.

Was jeden Monat dazukommt

Eine Website liegt auf einem Rechner, der ständig mit dem Internet verbunden ist. Das nennt man Hosting, und Einstiegstarife kosten ab rund drei Euro im Monat. Die Domain, also deine Adresse im Netz, kostet meist zehn bis dreißig Euro im Jahr. Das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung gibt es kostenlos von Let's Encrypt. Für eine kleine Website, die du selbst betreibst, sind das mit einem E-Mail-Postfach rund hundert Euro im Jahr. Teurer wird es, wenn jemand für dich Updates, Sicherungen und kleine Änderungen übernimmt. Dafür nennen Anbieter auf ihren Preisseiten meist zwanzig bis hundertfünfzig Euro im Monat. Neutrale Durchschnittswerte gibt es nicht.

Wie sich die laufenden Kosten im Einzelnen zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Was kostet eine Website im Monat? Ob du eine Website besser mietest oder kaufst, rechnet der Ratgeber Website mieten oder kaufen? über drei und fünf Jahre durch.

So vergleichst du zwei Angebote

Ein niedriger Einmalpreis mit hohen Monatskosten kann über die Jahre teurer sein als umgekehrt. Rechne deshalb beide Angebote auf denselben Zeitraum hoch, zum Beispiel auf zwei Jahre. Ein brauchbares Angebot nennt jede Seite und jede Leistung einzeln.

  • Einmalpreis plus 24-mal die Monatskosten
  • plus alles, was im Angebot fehlt, etwa Texte oder Fotos
  • bei Abrechnung nach Stunden nach einer Obergrenze fragen
  • dann Laufzeit und Kündigungsfrist vergleichen
Dein Website-PlanStartpaketinklusiveLeistungsseite2OrtsseiteBetriebmonatlichSumme1.750 €einmalig, netto

Ein Rechenbeispiel über zwei Jahre

So sieht der Vergleich für eine kleine Website aus. Die Werte sind Beispiele aus den Spannen oben, keine Angebote. Eine gekaufte Designvorlage, Wartung, Texte und Fotos sind nicht eingerechnet.

Weg

Rechnung

Zwei Jahre

Baukasten

hundertfünfzig Euro im Jahr, zwei Jahre lang

rund dreihundert Euro plus deine Zeit

WordPress selbst

sechs Euro im Monat für Speicherplatz, fünfzehn Euro im Jahr für die Domain

rund hundertsiebzig Euro plus deine Zeit

Freelancer

40 Stunden zu je siebzig Euro, dazu Speicherplatz und Domain wie oben

rund dreitausend Euro

Agentur

einfache Website laut Computerwoche, dazu Speicherplatz und Domain

rund viertausendzweihundert Euro

Der Baukasten ist am günstigsten, kostet dich aber die meiste eigene Zeit. Bei den beauftragten Wegen kommt meist ein Wartungspaket dazu. Rechne es mit dem Monatspreis aus dem Angebot hinzu.

Welcher Weg zu dir passt

Hast du Zeit und Freude an der Sache, und reicht für den Anfang eine einfache Seite, ist ein Baukasten ein guter Start. Soll die Website Kunden bringen und bei Google gefunden werden, lohnt sich Hilfe bei Texten und Aufbau. Eine Entscheidungshilfe nach Zeit, Budget und Ziel steht im Ratgeber Website selbst erstellen oder erstellen lassen?

Wenn du es machen lässt, hol zwei oder drei Angebote ein und vergleiche sie wie oben beschrieben. Wie ein Angebot mit festem Preis für jede einzelne Seite aussieht, siehst du auf der Seite Website erstellen lassen zum Festpreis.

Fragen zu den Kosten einer Website

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?

Das legt jeder selbst fest. In der Umfrage von t3n aus 2017 nannte die größte Gruppe sechzig bis achtzig Euro. Wichtiger als der Stundensatz ist, wie viele Stunden im Angebot stecken und was dafür enthalten ist.

Was kostet eine Website im Jahr?

Eine kleine Website, die du selbst betreibst, kostet mit Speicherplatz, Domain und einem E-Mail-Postfach rund hundert Euro im Jahr. Ein Baukasten kostet meist hundert bis zweihundert Euro im Jahr. Mit Pflegepaket kommt dessen Monatspreis mal zwölf dazu, im ersten Jahr außerdem die Erstellung.

Warum gehen die Preise so weit auseinander?

Weil Umfang, Gestaltung und Leistung sehr verschieden sind. Eine Seite aus einer Vorlage ist etwas anderes als ein Auftritt mit vielen Seiten, eigenen Texten und Fotos.

Was kostet die Erstellung mit KI?

Dafür gibt es noch keine verlässlichen Marktpreise. KI-Werkzeuge liefern schnell einen Entwurf, Texte prüfen, Rechtliches und Pflege bleiben aber deine Aufgabe.

Welche Kosten werden oft übersehen?

Texte, Fotos, Rechtstexte, E-Mail-Postfächer und Änderungen nach dem Start. Frag bei jedem Angebot nach, was davon enthalten ist.

Kann man eine Website komplett kostenlos erstellen?

Ja, bei vielen Baukästen kannst du einfache Seiten kostenlos veröffentlichen, dann aber ohne eigene Domain. Die eigene Domain und Shop-Funktionen kosten extra. Dazu kommt deine eigene Zeit für Aufbau, Texte und Bilder.

Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?

Im Alltag meinen beide Wörter dasselbe. Genau genommen ist die Homepage nur die Startseite einer Website.

Wenn du es lieber machen lässt

Bei Simplexo hat jede Seite einen Festpreis. Im Katalog siehst du alle Preise und stellst dir deine Website zusammen.

Im Erstgespräch sprichst du direkt mit Sven, deinem Ansprechpartner in Nürnberg.